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Sounddesign im Alltag

Die Klang.Forscher! des Otto-Hahn-Gymnasiums fertigten Field Recordings an, um designte Sounds in der Umwelt selbst zu entdecken: zum Beispiel Ansagen am Bahnhof, akustische Warnsignale im Straßenverkehr oder Musik im Kaufhaus. Die Jugendlichen lernten dabei, selbstständig zwischen natürlichen und gestalteten Klängen zu unterscheiden und hörten bewusst in ihre Umwelt hinein. Sie entdeckten dabei ihr eigenes Sounddesign-Thema, spezifizierten und vertieften es durch selbstständige Recherche, beispielsweise Sounddesign in der Architektur oder Automobilindustrie. Am Ende entstand ein Radiofeature, das sowohl die gestalteten Sounds als auch Hintergrundinformationen von Experten zusammenfasst.

Das Ergebnis – Wie beeinflussen uns Klänge und Sounddesign?

Zunächst haben wir uns den Klängen von der künstlerischen Seite aus genähert. Kennengelernt haben wir dabei verschiedene Musikauffassungen der Moderne (z.B. John Cage) und wir haben selbst eigene Soundscape-Kompositionen erstellt. Also eine ästhetische Sichtweise, die hauptsächlich natürliche Klänge der Umgebung wahrnehmbar und hörbar macht – und dazu gehörten auch Klänge der Stille. Als Kontrast dazu standen anschließend die designten, sprich die künstlichen Geräusche im Vordergrund – Stichwort Sounddesign. Wir haben vor allem die Sounds von Autos untersucht, diese Klänge selbst aufgenommen und reflektiert und dazu Informationen recherchiert. Mit dem kurzen Radiofeature dokumentieren wir unser Vorgehen und unsere Eindrücke.

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„Uns hat interessiert, wie der Klang eines Autos die Menschen beeinflussen kann. Das haben wir erforscht, weil uns die verschiedenen Geräusche und die Mechanik interessiert haben. Ich fand den Ausflug ins Tonstudio interessant und die Gruppenarbeit hat viel Spaß gemacht. Ich achte zwar nicht gezielt auf die Töne, aber durch das Projekt höre ich andere bzw. kleinere Geräusche.“
Fabio, 14 Jahre

„Wir wollten am Klang forschen, weil es ein wichtiges Thema ist. Geräusche werden nicht mehr so beachtet wie früher. Wir haben gelernt, dass wir durch Sounds manipuliert werden können, außerdem nehmen wir natürliche Klänge gar nicht so sehr wahr. Das Thema hat mich von Anfang an interessiert. Und ich habe gelernt, ein Interview zu führen. Das Projekt war echt schön für mich, auch wenn wir mal laut waren. Ich werde mich in Zukunft öfter mal auf den Balkon setzen und auf meine Umgebung hören.“
Deborah, 15 Jahre

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Die Schule

Die Otto-Hahn-Schule Nieder-Eschbach (Frankfurt) wurde 1969 gegründet. Es handelt sich um eine kooperative Gesamtschule (seit 2011 wieder G9) mit einem Schwerpunkt im naturwissenschaftlichen Bereich. Charakteristisch für die Schule ist sicherlich die individuelle und kulturelle Vielfalt, die ein konstruktives und wertschätzendes Miteinander fordert und fördert und die den Boden für ein gegenseitiges voneinander Lernen darstellt.

Am Projekt Klang.Forscher! nahm eine 8. Klasse im Rahmen des Musikunterrichts teil.

Betreuende Lehrerin: Julia Jung (Musiklehrerin)
Mediencoach: Marco Schleicher (Hörfunkjournalist, Nachrichtensprecher)